Diese Dissertation beschäftigt sich mit den Brief- und Kommunikationsstrategien von Bettina von Arnim (1785-1859), die vor allem durch ihre Korrespondenz an den politischen und sozialen Debatten im Vormärz teilgenommen hatte. Unter häufiger Missachtung der sozialen, ideologischen und rhetorischen Gewohnheiten sowie der traditionellen Literaturgattungen war Bettina von Arnim bestrebt, dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. Ratschläge zu erteilen. Bettina von Arnim hat Überzeugungsstrategien entworfen, um einen starren und reaktionären Beamtenapparat zu umgehen und wachzurütteln, politische und soziale Reformen zu erzielen sowie das Staatsoberhaupt in Richtung auf ihr Ideal eines Volkskönigs zu beeinflussen. In dieser Arbeit sollen die von Bettina von Arnim verwendeten Mechanismen untersucht werden, wodurch sie sich in die Politik, eine den Männern vorbehaltene Domäne, einzumischen versuchte.