In dem Aufsatz wird der Frage nachgegangen, inwiefern die neue deutsche Welle der jungdeutschen Literatur als Kennzeichen einer Generation angesehen werden darf, und ob diese sich selbst als Generation empfindet. Kann die Bezeichnung " Popliteratur " ohne weiteres Nachdenken auf die Werke der jungdeutschen Autoren angewendet werden und was beinhaltet einen solchen Definitionsversuch? Andererseits ist auch zu hinterfragen, ob bei diesem literarischen Trend die Rolle der Medien, an erster Stelle der gedruckten Medien, nicht erst zur Schaffung der Bewegung beigetragen hat und wie die Jungautoren auf diese Namensgebung reagiert haben. Denn die Literaturwissenschaft hat seit Ende der 90er Jahre diese Literatur entdeckt und die Geisteswissenschaften versuchen seitdem, ihr einen bedeutenden Platz in ihren Überlegungen zu verschaffen. Ist also diese neue Literatur als eigenständig existierende Bewegung zu verstehen oder ist sie nicht vielmehr nur eine durch die Verlage und Medien ins Leben gerufene Strömung zu Vermarktungs- und Verkaufstrategien kreiert worden?