Sprachmagie und Sprachgrenzen. Zu Wort-und Satzwiederholungen in Herta Müllers Atemschaukel

Herta Müllers Sprache ist unverwechselbar, was gewöhnlich auf ihr Zwischen-zwei-Sprachen-Sein und ihre Metaphorik zurückgeführt wird. Hier geht es aber um ein anderes Hauptmerkmal ihrer Prosa, das meistens nicht erwähnt, oder aber als negativ bewertet wird: Es geht um ihre vielen sprachlichen Wiederholungen. Wortwiederholungen (am Beispiel der rhetorischen Anapher) sowie die neunmalige Wiederkehr des Satzes "Ich weiß Du kommst wieder" in Atemschaukel, werden linguistisch unter die Lupe genommen. Gezeigt wird, wie bei Herta Müller das Mehrmals-gleich-Sagen paradoxerweise als eine Technik der Ersparung gedeutet werden kann. Das Mehrmals-gleich-Sagen als ein Mehr-Sagen-Wollen und Nicht-Sagen-Können. Die Wiederholung erlaubt es dann, um das Unsagbare zu kreisen.

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Additional Info

Field Value
Source Dichtung und Diktatur. Die Schriftstellerin Herta Müller
Author Prak-Derrington, Emmanuelle
Maintainer CCSD
Last Updated May 9, 2026, 08:44 (UTC)
Created May 9, 2026, 08:44 (UTC)
Identifier ISBN: ISBN-13: 978-3-8260-5246-0
Language de
Rights https://about.hal.science/hal-authorisation-v1/
contributor Interactions, Corpus, Apprentissages, Représentations (ICAR) ; École normale supérieure de Lyon (ENS de Lyon) ; Université de Lyon-Université de Lyon-Université Lumière - Lyon 2 (UL2)-Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS)
creator Prak-Derrington, Emmanuelle
date 2013-08-08T00:00:00
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